Dog-Dancing: Wenn Hunde zum Tanz bitten


Hundetrainerin Nicole Weber gibt Kurs in der Villa Kunterbunt 

Bewegungs-Spaß für Vierbeiner und ihre Besitzer.

Von Sabine Süß / Okt.2001

Was haben ein Quietsche - Ball und ein Hundekuchen gemeinsam? 
Ganz einfach: 
Beide können ein Motivations-Anreiz beim Dog- Dancing-Training sein. Wie man Hunde zum Tanzen bringt, haben Hundebesitzer beim Dog- Dancing-Kurs in der Villa Kunterbunt in Klafferstraß erfahren.
Die acht Kurs-Teilnehmer waren mit ihren vierbeinigen Gefährten aus ganz Deutschland angereist, um das Dog-Dancing von Hundetrainerin Nicole Weber zu lernen. Damit alle eine Vorstellung bekamen, wie Tanzen mit dem Hund eigentlich aussieht, zeigte die 18-Jährige aus Groß-Gerau zuerst die verschiedenen Elemente, die das Dog-Dancing haben kann.
Mit ihren drei Border Collies BJ, Fly und James führte Nicole Weber zum Beispiel einen Twist vor, bei dem sich der Hund vor den Beinen des Hundeführers blitzschnell im Kreis drehen muss. Auch beim Fuß-Slalom ist Schnelligkeit bei Hund und Herrchen oder Frauchen gefragt: Dabei läuft der Hund zwischen den Beinen des Hundeführers wie bei einem Slalomlauf hindurch.
 
 
 
 
 
Bei allen Übungen ist wichtig, dass der Hund Blickkontakt zu seinem Besitzer hat. ­Das ist deshalb das erste, was Hund und Herrchen hier lernen", erklärt Wolfgang Kälberer-Müller, der Besitzer der Villa Kunterbunt. Aber natürlich soll Bello auch Spaß am Tanzen empfinden. Am Anfang erreichen die Hundeführer das, indem ihr Vierbeiner als Motivation mit seinem Lieblingsspielzeug oder einem Hundekuchen dazu gebracht wird, die richtigen Bewegungen auszuführen. Hat der Hund Freude am Tanzen, braucht er später gar keine Leckereien mehr als Anreiz  er bekommt sie dann nur noch zum Schluss als Belohnung für seine Darbietung.
Laut Hundetrainerin Nicole Weber sind alle Hunderassen für das Trainings-Programm geeignet. Bei den meisten Kursen wird allerdings ein gewisses Alter der Tiere vorausgesetzt. Die Hunde sollten aber auf alle Fälle die Grundbefehle wie "Sitz",  "Platz" und "Komm" beherrschen.
Beim Dog-Dancing geht es nicht darum, dass der Hund lernt, einen Wiener Walzer aufs Parkett zu legen, obwohl das manche Dog-Dancing -Profis sogar können. Vielmehr bedeutet Dog-Dancing, dass Hundeführer und Hund  wobei der Vierbeiner der Hauptdarsteller ist eine Kombination aus Schritten und Figuren passend zur Musik vorführen. ­Dabei ist der Fantasie keine Grenze gesetzt", erzählt Wolfgang Kälberer-Müller. Jeder Hundehalter kann sich mit seinem Liebling eine eigene Choreographie ausdenken.
   
Trainerin Nicole Weber hat die Hundesportart Dog-Dancing im Januar 1999 kennengelernt. Seitdem brachte sie ihrer Border Collie-Hündin Fly alle möglichen Tanzelemente bei und hat mit ihrer Vorführung noch im selben Jahr an der Agility- Weltmeisterschaft teilgenommen. Auch mit ihren beiden anderen Boarders James und BJ ist sie schon bei verschiedenen Veranstaltungen aufgetreten, unter anderem bei der Volkstümlichen Hitparade des ZDF.
Wer Nicole Weber mit ihren tanzenden Collies in Aktion erleben will, sollte sich den 2. Dezember vormerken. An diesem Tag ist ein weiterer Fernsehauftritt in der Volkstümlichen Hitparade im ZDF vorgesehen. 
Hundebesitzer, die auch einmal mit ihrem Hund tanzen wollen, haben im nächsten Frühjahr in der Villa Kunterbunt dazu Gelegenheit. Genaue Kurs-Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Bilder der Teilnehmer  
Petra

Monika

Jana

Iris

   

Wir lernen die Verbeugung !

  Das hat Spaß gemacht !